Hochwasserschutzprojekt Mosgräbli
Abschnitt Datischwand bis Furt Girhalten
Hochwasserschutzprojekt Mosgräbli
Die Gemeinde Sarnen plant gemeinsam mit dem Kanton und dem Bund ein umfangreiches Sanierungsprojekt zur Erneuerung der stark zersetzten Holzsperren und Seitenleitwerke Mosgräbli, Abschnitt Datischwand bis Furt Girhalten. Ziel ist es, die Funktion des Hochwasserschutzes langfristig sicherzustellen, ökologische Verbesserungen zu erzielen und das Siedlungsgebiet sowie die Kantonsstrasse nachhaltig zu schützen. Der Verpflichtungskredit wird an der Einwohnergemeindeversammlung vom 5. November 2025 zur Genehmigung vorgelegt.
Ausgangslage: Sicherheitsrisiken durch veraltete Holzverbauungen
Die bestehenden Sperrentreppen und Seitenleitwerke aus Holz befinden sich in einem stark beschädigten Zustand und können ihre Funktion zur Sicherung von Sohle und Ufer nicht mehr erfüllen. Besonders kritisch ist das Risiko eines sogenannten „Dominoeffekts“: Versagen einzelne Sperren, können weitere Bauwerke mitgerissen und große Mengen an Geschiebe mobilisiert werden. Dies birgt die Gefahr von Verklausungen durch Holzreste und gefährdet dadurch sowohl die unterhalb liegenden Siedlungsgebiete als auch die Kantonsstrasse erheblich.
Massnahmenkonzept: Nachhaltige Sanierung mit Naturstein
Um diese Risiken dauerhaft zu beseitigen, sieht das Sanierungskonzept folgende Maßnahmen vor:
- Abbruch und Entsorgung der bestehenden 59 Holzsperren und Seitenleitwerke.
- Errichtung von 60 neuen Stufenbecken aus Naturstein, die im Hinterbeton versetzt werden.
- Ausbildung einer Niederwasserrinne zur Gewährleistung der ökologischen Durchgängigkeit.
- Ökologische und kostengünstige Bauweise: Die Blocksatzhöhen an den Böschungen werden so niedrig wie möglich gehalten.
- Bepflanzung der temporär gerodeten Flächen sowie Ausscheidung des erforderlichen Gewässerraums.
Durch die Verwendung von Naturstein entsteht ein dauerhaft stabiles Bauwerk mit hoher Lebensdauer, das gleichzeitig die ökologische Aufwertung des Gewässerraums fördert.
Zeitplan: Baubeginn im Herbst 2026
Die Umsetzung des Projekts ist sorgfältig geplant und erstreckt sich über mehrere Etappen:
- Kantonale Vorvernehmlassung: August – September 2025
- Fertigstellung der Projektplanung: August – September 2025
- Gemeindeversammlung: 4. November 2025
- Projektauflage: Januar – Februar 2026
- Submission und Vergabe: April 2026
- Genehmigung durch Kanton und Bund: April 2026
Der Baustart ist für September 2026 vorgesehen – vorbehaltlich der kantonalen Bewilligung.
Kosten und Finanzierung
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf CHF 1.6 Mio. (Kostenbasis Januar 2025, inkl. MwSt.). Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des «Grundangebots Wasserbau» (Programmvereinbarung Bund & Kanton) und verteilt sich wie folgt:
- Bund: 35 % (CHF 560’000)
- Kanton: 35 % (CHF 560’000)
- Gemeinde: 30 % (CHF 480’000)
Die Investition stellt eine wichtige Maßnahme für die Sicherheit der Bevölkerung, die Infrastruktur und den nachhaltigen Gewässerschutz dar.
Zitat Gemeindevizepräsident Peter Seiler:
"Mit diesem Projekt setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt zum Schutz vor Naturgefahren und der Bewahrung unserer Infrastruktur und Kulturlandschaft. Die Verbauung aus massivem, witterungsbeständigem Naturstein ist nicht nur technisch auf dem neuesten Stand, sondern berücksichtigt auch ökologische Aspekte und gewährleistet einen dauerhaften Hochwasserschutz.“
Das Instandhaltungsprojekt wird an der Gemeindeversammlung vom 4. November 2025 vorgestellt und inkl. dem Verpflichtungskredit zur Genehmigung unterbreitet.
Weitere Informationen: Botschaft_EGV-Geschafte_November_2025_-_Stand_03.1.pdf
Sarnen, 16. Oktober 2025/MF
Kontakt:
Martin Frei, Geschäftsführer
martin.frei@sarnen.ch / 041 666 35 70
Zugehörige Objekte
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| 251016 MM HWS Projekt Mosgräbli HP (PDF, 98 kB) | Download | 0 | 251016 MM HWS Projekt Mosgräbli HP |